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Behörden des Freistaates Sachsen sperren Empfang von alten Office-Formaten in E-Mail-Anhängen

Ab dem 1. Januar 2020 werden E-Mail-Anhänge mit alten Office-Formaten (.doc, .xls, .ppt) von den Behörden des Freistaates Sachsen nicht mehr entgegengenommen. In solchen Fällen wird lediglich der Mailtext zugestellt. Grund für die Sperrung sind Sicherheitserwägungen des Freistaates, da die alten Office-Formate seit Monaten u. a. dafür genutzt werden, mit darin versteckter Schadsoftware Computer und Netzwerke anzugreifen und lahmzulegen.

Die Sperrung der alten Office-Formate wird im gemeinsamen Netz von Freistaat und Kommunen in Sachsen umgesetzt. Das betrifft demnach alle Behörden des Freistaates (im Sächsischen Verwaltungsnetz) und alle Kommunen, die an das Kommunale Datennetz angeschlossen sind. Sowohl Absender als auch Empfänger einer solchen E-Mail werden über die Sperrung des Anhangs informiert.

Die aktuellen Office-Formate (.docx, .xlsx, .pptx) werden von den Behörden weiterhin entgegengenommen. Das Dateiformat docx wurde im Jahr 2003 mit dem Marktstart von Word 2003 eingeführt und ist das Standard-Dateiformat für Dokumente ab Word 2007.

 
 

Das Kommunale Datennetz (KDN) geht in die dritte Runde

Frank Schlosser, Geschäftsführer KDN GmbH, bei der Unterzeichnung des KDN III Vertrages.
Klaus Poensgen, T-Systems, bei der Unterzeichnung des KDN III Vertrages.



Die Geschäftsführer des SID, Herr Dr. Sebastian Kiebusch, und der Geschäftsführer der KDN GmbH, Herr Frank Schlosser, haben am 6. Dezember 2016 gemeinsam mit T-Systems die Verträge zum neuen sächsischen Verwaltungsnetz SVN 2.0 und zum Kommunalen DatenNetz III unterschrieben. Ab April 2017 werden der Freistaat und seine Städte und Gemeinden ein sicheres, modernes und für die nächsten Jahre leistungsfähiges Kommunikationsnetz besitzen. Derzeit befindet sich die KDN GmbH gemeinsam mit T-Systems in der Migrationsvorbereitung. Die Migration selbst erfolgt bis Mitte 2018.

Zusätzlich wird durch das SVN2.0/KDN III die Umsetzung der in Sachsen seit Jahren verfolgten E-Government-Strategie weiter vorangetrieben. „Unser Ziel ist eine bürgernahe, aber trotzdem schnelle und effiziente Verwaltung. Dies kann durch eine IT-basierte, medienbruchfreie Verwaltung, bei der der Bürger sein Anliegen direkt IT-basiert formulieren kann, erreicht werden.“

Die Zusammenarbeit zwischen Land und kommunaler Seite konnte mit dem SVN 2.0 nun in der 3. Generation fortgeführt und intensiviert werden. Durch die intensivere Zusammenarbeit und Nutzung der gleichen technischen Basis können Daten medienbruchfrei zwischen der Landes- und den kommunalen Verwaltungen ausgetauscht werden. Dies erhöht die Effizienz und senkt die Bearbeitungszeiten.


Für die Kommunen bedeutet das KDN III einen Technologiesprung, mit der eine Zukunftssicherheit auf Grund steigender Bandbreitenanforderung (z. B. jährliche Verdopplung des Datenverkehrs) erreicht wird. In den Kommunalverwaltungen steigt die zu übertragende Datenmenge kontinuierlich, beispielsweise aufgrund steigender Berichtspflichten der Kommunen wegen gesetzlicher Vorgaben. Es ist heute schon ein progressiv steigender Datenverkehr bei der Nutzung von IT-Verfahren, welche erhöhte Bandbreitenerfordernisse mit sich bringen, zu verzeichnen. Besonders genannt seien hier auch gemeinsame Lösungen in der interkommunalen Zusammenarbeit wie gemeinsame GIS-Systeme oder gemeinsame Dokumenten-Management-Systeme. Zunehmende interkommunale Zusammenarbeit in der laufenden Verwaltung wird auf Grund des demografischen Wandels unvermeidlich sein. Immer mehr nutzen Verwaltungen auch die Möglichkeiten des Web 2.0 zur Kommunikation mit Wirtschaft und Bürgern, auch diese Übertragung von Daten moderner Medien erhöht den Bandbreitenbedarf beträchtlich. Außerdem stehen auch die Kommunen vor der Aufgabe, die Telefonkommunikation auf Voice-over-IP umzustellen.
Zusätzlich zur Steigerung der Übertragungskapazitäten und Funktionalitäten steht beim Aufbau und Betrieb des SVN 2.0/KDN III natürlich auch eine Erhöhung der Sicherheit auf Grund der verstärkten Bedrohungslage für IT-Infrastrukturen im Fokus.

Für diese Anforderungen sind die sächsischen Kommunen mit dem KDN III gerüstet.


Die KDN GmbH wird Anfang des Jahres 2017 mit weiteren Informationen zum Leistungsumfang des KDN III und zur Migration auf ihre Kunden zugehen.



Die Verhandlungsteams von SID, KDN GmbH und T-Systems nach erfolgter Vertragsunterzeichnung
 
 
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